mrt-radar.de
Verständlich erklärt

MRT-Hersteller im Überblick — und was ein MRT-Gerät kostet

Hinter jedem MRT-Termin steht eine Maschine für ein bis drei Millionen Euro und es gibt nur wenige Hersteller weltweit. Dieser Artikel zeigt, wer die Geräte herstellt, was sie in Anschaffung und Betrieb kosten und warum das sogar erklärt, weshalb MRT-Termine so begehrt sind.

Das Wichtigste in Kürze

  • Vier Hersteller dominieren den Weltmarkt: Siemens Healthineers (Marktführer), GE HealthCare, Philips und Canon Medical. Der chinesische Herausforderer United Imaging wächst am schnellsten — mit Preisen rund 30–40 % unter denen der Etablierten.
  • Ein neues MRT-Gerät ist eine Millionen-Investition: Ein 1,5-Tesla-System kostet schätzungsweise 600.000 bis 1,8 Millionen Euro, ein 3-Tesla-System 1,5 bis 3 Millionen Euro — plus Umbau und Installation, oft noch einmal 150.000 bis 500.000 Euro.
  • Der Betrieb kostet fast so viel wie der Kauf: Wartungsverträge schlagen mit 8–15 % des Kaufpreises pro Jahr zu Buche. Über zehn Jahre macht die Anschaffung oft weniger als ein Viertel der Gesamtkosten aus.
  • Für Patientinnen und Patienten zählt der Hersteller kaum: Wichtiger sind Bauform und Feldstärke, was wir im Artikel zu MRT-Arten erklären. Die hohen Gerätekosten erklären aber, warum Termine so eng getaktet sind.

Wer baut eigentlich MRT-Geräte?

Der Weltmarkt für MRT-Geräte ist überraschend übersichtlich: Laut dem Marktforscher Grand View Research wurden 2024 weltweit MRT-Systeme für rund 7 Milliarden US-Dollar verkauft — und der Großteil davon stammt von nur vier Konzernen: Siemens Healthineers, GE HealthCare, Philips und Canon Medical. Dahinter folgen der chinesische Aufsteiger United Imaging und Fujifilm.

Dass die Liste so kurz ist, hat auch mit Übernahmen zu tun: Die traditionsreichen japanischen MRT-Marken Toshiba und Hitachi gibt es noch — sie heißen heute nur anders. Toshibas Medizintechnik gehört seit 2016 zu Canon, Hitachis Bildgebungssparte seit 2021 zu Fujifilm.

In Deutschland stehen insgesamt rund 2.500 MRT-Geräte: etwa 1.100 in Krankenhäusern und über 1.400 in radiologischen Praxen und Versorgungszentren. Das entspricht ungefähr 1,4 Geräten je 100.000 Einwohner — dominiert von der Feldstärke 1,5 Tesla (was Tesla bedeutet, erklärt unser Artikel zu den MRT-Arten).

Zahlen mit Vorsicht: Exakte Marktanteile der Hersteller sind nicht öffentlich, aber Rangfolge ist bekannt. Auch die Marktgrößen verschiedener Studien weichen je nach Abgrenzung voneinander ab.

Die großen MRT-Hersteller im Überblick

Sechs Namen, die Ihnen auf dem Typenschild eines MRT am wahrscheinlichsten begegnen — was sie auszeichnet und wofür sie bekannt sind.

1. Siemens Healthineers(Deutschland)

Der Konzern aus Erlangen ist die Nummer eins auf dem Weltmarkt und in deutschen Kliniken und Praxen besonders präsent. Schon 1983 nahm Siemens eines der weltweit ersten kommerziellen MRT-Geräte in Betrieb; alle Systeme tragen bis heute den Namen MAGNETOM.

  • Breitestes Portfolio der Branche: vom kompakten 0,55-Tesla-Gerät (Free.Max) bis zum klinischen 7-Tesla-System (Terra.X)
  • KI-Bildrekonstruktion „Deep Resolve" verkürzt die Scanzeiten spürbar
  • Werksaufbereitete Gebrauchtgeräte laufen unter dem Programmnamen „ecoline"

Bekannt für: Marktführerschaft und das breiteste Geräteangebot. Die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr nächster MRT-Termin in einem Siemens-Gerät stattfindet, ist in Deutschland hoch.

2. GE HealthCare(USA)

Der US-Konzern brachte 1983 das erste kommerzielle 1,5-Tesla-Gerät auf den Markt, also jene Feldstärke, die bis heute der Standard ist. Die Produktlinie SIGNA gibt es seitdem ununterbrochen; seit 2023 ist GE HealthCare ein eigenständiges, börsennotiertes Unternehmen.

  • KI-Rekonstruktion „AIR Recon DL" für schnellere, rauschärmere Bilder
  • Neue „Freelium"-Magnete kommen mit weniger als 1 % des sonst üblichen Heliums aus
  • Aufbereitete Gebrauchtgeräte seit rund zwei Jahrzehnten unter dem Namen „GoldSeal"

Bekannt für: robuste Technik mit vergleichsweise niedrigen Wartungskosten und guter Aufrüstbarkeit älterer Systeme.

3. Philips(Niederlande)

Philips hat das heliumfreie MRT erfunden: Der „BlueSeal"-Magnet kommt seit 2018 mit nur sieben Litern Helium aus. Konventionelle Geräte brauchen über ihre Lebensdauer bis zu 1.500 Liter. Mehr als 2.000 solcher Systeme sind weltweit installiert; Ende 2025 stellte Philips mit „BlueSeal Horizon" die erste heliumfreie 3-Tesla-Plattform vor.

  • Heliumfreie Magnete sind bis zu 1,7 Tonnen leichter und einfacher einzubauen, es braucht also keine Abgasleitung fürs Notabschalten
  • KI-Beschleunigung „SmartSpeed": bis zu dreimal schnellere Scans
  • Aufbereitete Gebrauchtgeräte unter dem Namen „Diamond Select"

Bekannt für: heliumfreie Technik und exzellente Bildqualität, d.h. für Praxen sinken damit Betriebskosten und Umbauaufwand deutlich.

4. Canon Medical(Japan)

Hinter Canon Medical steckt die frühere Medizintechnik-Sparte von Toshiba, die Canon 2016 übernahm. Die Vantage-Geräte gelten als vergleichsweise günstig in der Anschaffung — und als besonders leise, was viele Patientinnen und Patienten als angenehm empfinden.

  • KI-Rekonstruktion „AiCE" (Advanced intelligent Clear-IQ Engine)
  • Besonders geräuscharme Untersuchungstechnik
  • Aufbereitete Gebrauchtgeräte im „second life"-Programm

Bekannt für: gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und ruhige Untersuchungen. Eine traditionsreiche japanische MRT-Marke unter neuem Namen.

5. Fujifilm Healthcare(Japan)

Fujifilm übernahm 2021 die Bildgebungssparte von Hitachi — traditionell der Spezialist für offene MRT-Geräte mit Permanentmagnet (etwa die Reihen Aperto und Oasis). Solche Geräte kommen ganz ohne Heliumkühlung aus und sind im Betrieb günstig.

  • Stark bei offenen Bauformen — angenehm bei Platzangst
  • Permanentmagnet-Geräte ohne Heliumkühlung, niedrige Betriebskosten
  • Neuere geschlossene Systeme wie das Echelon Synergy ergänzen das Portfolio

Bekannt für: offene MRT-Systeme. Was ein offenes Gerät ausmacht, erklärt unser Artikel zu den MRT-Arten.

6. United Imaging(China)

Der jüngste große Anbieter — erst 2011 gegründet — wächst am schnellsten und unterbietet die etablierten Hersteller preislich um 30 bis 40 Prozent. Technologisch mischt United Imaging vorn mit: Das uMR Jupiter ist das weltweit erste Ganzkörper-MRT mit 5 Tesla, das uMR Omega hat mit 75 Zentimetern die weiteste Röhre am Markt.

  • Erstes Ganzkörper-5-Tesla-Gerät (US-Zulassung 2024)
  • Extra weite 75-cm-Röhre beim uMR Omega — mehr Platz für Patientinnen und Patienten
  • In über 75 Ländern aktiv; Service-Netz in Europa aber noch im Aufbau

Bekannt für: aggressive Preise und Ultrahochfeld-Technik. Der Herausforderer, der versucht den etablierten Herstellern Druck zu machen.


Spezialanbieter: MRT abseits der Röhre

Neben den Großkonzernen gibt es Spezialisten, die Nischen besetzen — vom Mini-MRT an der Steckdose bis zum Kombigerät für die Krebstherapie.

Esaote (Italien)

Weltmarktführer bei kompakten Extremitäten-MRT für Arme und Beine — passt in einen normalen Praxisraum.

FONAR (USA)

Die älteste MRT-Firma überhaupt (gegründet 1978 vom MRT-Pionier Raymond Damadian) — baut Upright-Geräte für Untersuchungen im Sitzen oder Stehen.

Hyperfine (USA)

Das „Swoop" ist ein fahrbares Mini-MRT für den Kopf: 0,064 Tesla, Betrieb an der Steckdose — für Intensivstationen und Notaufnahmen.

Aspect Imaging (Israel)

Baut das erste zugelassene MRT speziell für Neugeborene, das direkt auf der Frühchen-Station steht.

Elekta (Schweden)

Kombiniert MRT und Bestrahlungsgerät zum „MR-Linac" für die Krebstherapie — mit 8 bis 20 Millionen US-Dollar die teuerste Geräteklasse.


Die Hersteller auf einen Blick

Jeder Konzern hat eigene Markennamen für ähnliche Technik — diese Tabelle übersetzt das Marketing.

HerstellerSitzBekannt fürKI-BildtechnikGebraucht-Programm
DeutschlandMarktführer, Portfolio von 0,55 bis 7 TeslaDeep Resolveecoline
USAErstes 1,5-Tesla-Gerät (1983), heliumarme Freelium-MagneteAIR Recon DLGoldSeal
NiederlandeErfinder des heliumfreien MRT (BlueSeal)SmartSpeedDiamond Select
JapanLeise Geräte, gutes Preis-Leistungs-VerhältnisAiCEsecond life
JapanOffene MRT-Systeme (früher Hitachi)
China5-Tesla-Pionier, 30–40 % günstigeruAIFI
Die KI-Namen (Deep Resolve, AIR Recon DL, SmartSpeed, AiCE) bezeichnen im Kern dasselbe: Software, die aus kürzeren Messungen genauso scharfe Bilder rechnet — die Untersuchung wird dadurch schneller.

Was kostet ein neues MRT-Gerät?

Offizielle Listenpreise sucht man vergeblich — MRT-Geräte werden wie Autos mit Ausstattungspaketen und individuellen Rabatten verkauft. Die folgenden Spannen sind deshalb Schätzungen von Händler- und Vergleichsportalen; je nach Spulen, Softwarepaketen und Verhandlungsgeschick kann der reale Preis deutlich abweichen. Als Faustregel gilt: Je stärker das Magnetfeld und je weiter die Röhre, desto teurer das Gerät.

GerätetypTypischer Neupreis (netto)Einordnung
Offenes / Niederfeld-MRT (unter 1 Tesla)ab ca. 100.000 bis 500.000 €Günstigste Klasse; oft ohne Heliumkühlung
1,5 Tesla (Standard)ca. 600.000 bis 1,2 Mio. €Das Arbeitspferd in Praxen und Kliniken
1,5 Tesla Weittunnel (70 cm)ca. 1,0 bis 1,8 Mio. €Mehr Platz bei voller Bildqualität
3 Teslaca. 1,5 bis 3,0 Mio. €Höchste Detailauflösung im Praxisalltag
5 und 7 Tesla (Ultrahochfeld)mehrere Mio. €Unikliniken und Forschung
MR-Linac (MRT + Bestrahlung)ca. 8 bis 20 Mio. USDKrebstherapie an Spezialzentren

Mit dem Kaufpreis ist es nicht getan: Der Untersuchungsraum braucht 30 bis 50 Quadratmeter mit spezieller Funkabschirmung (einem sogenannten Faraday-Käfig), geprüfte Statik und eine Ableitung für den Notfall. Weil die Magnete mehrere Tonnen wiegen und bereits befüllt geliefert werden, kommen sie oft per Schwerlastkran durch die Fassade ins Gebäude — samt Straßensperrung. Für Umbau, Transport und Installation fallen so schnell weitere 150.000 bis 500.000 Euro an.

Alle Preisangaben sind Schätzwerte. Hersteller veröffentlichen keine Listenpreise; die Spannen stammen von Händlerportalen wie medizinio und können im Einzelfall deutlich abweichen.

Gebraucht statt neu: der Refurbished-Markt

Wie bei Autos gibt es auch für MRT-Geräte einen etablierten Gebrauchtmarkt. Die Ersparnis liegt typischerweise bei rund 30 Prozent gegenüber dem Neupreis; gehandelt werden Geräte zwischen etwa 160.000 Euro für ältere Systeme und 1,5 Millionen Euro für junge Hochfeldgeräte. Ein gebrauchtes MRT läuft üblicherweise noch 5 bis 15 Jahre.

Alle großen Hersteller betreiben eigene Programme, in denen Rückläufer im Werk zerlegt, geprüft und mit Garantie wieder verkauft werden: ecoline (Siemens), GoldSeal (GE), Diamond Select (Philips) und second life (Canon). Für Patientinnen und Patienten ist das übrigens kein Nachteil — ein gepflegtes, werksaufbereitetes Gerät liefert dieselbe Bildqualität wie am ersten Tag.


Die laufenden Kosten: teurer als der Kauf

Der Kaufpreis ist nur der Anfang. Über zehn Jahre gerechnet kommen bei einem 1,5-Tesla-System laut US-Schätzungen 4 bis 8 Millionen US-Dollar Gesamtkosten zusammen — die Anschaffung macht davon oft weniger als ein Viertel aus. Die größten Posten:

KostenblockGrößenordnungGut zu wissen
Wartungsvertrag8–15 % des Kaufpreises pro JahrBei einem 1,5-Tesla-Gerät real etwa 80.000–150.000 € jährlich
Helium (konventionelle Magnete)ca. 15.000–45.000 € pro JahrEntfällt bei heliumfreien Systemen weitgehend
Strommittlerer fünfstelliger Betrag pro JahrEin MRT verbraucht fünf- bis zehnmal mehr als ein CT
Ersatzteile, z. B. eine Empfangsspule15.000–100.000 € pro SpuleSpulen sind herstellergebunden und empfindlich
Software- & KI-Lizenzenzunehmend im JahresaboKI-Beschleunigung wird oft separat lizenziert

Eine Besonderheit ist das Helium: Der supraleitende Magnet wird damit auf etwa minus 269 Grad Celsius gekühlt. Helium ist ein knapper Rohstoff — das Gesundheitswesen verbraucht rund 30 Prozent der Weltproduktion, vor allem für MRT. Genau deshalb setzen die Hersteller inzwischen auf versiegelte, heliumfreie Magnete wie Philips BlueSeal oder GE Freelium, die diesen Kostenblock praktisch streichen.


Was heißt das für Patientinnen und Patienten?

Zunächst die beruhigende Nachricht: Auf den Hersteller kommt es kaum an. Ob Siemens, GE oder Philips auf dem Gerät steht, macht für Ihre Untersuchung praktisch keinen Unterschied — wichtiger sind Bauform und Feldstärke, die wir im Artikel MRT-Arten erklären.

Die Gerätekosten erklären aber etwas anderes: warum MRT-Termine so eng getaktet sind. Die gesetzliche Krankenkasse vergütet einer Praxis für die meisten Untersuchungen nur rund 115 Euro — bei einem Gerät für 1,5 Millionen Euro plus sechsstelligen Betriebskosten pro Jahr rechnet sich das erst bei sehr hoher Auslastung. Eine Beispielrechnung aus der Branche zeigt: Eine Einzelpraxis braucht für ein 3-Tesla-Gerät über elf Jahre, bis es sich bezahlt gemacht hat.

Viele Praxen fahren deshalb Schichtbetrieb mit randvollen Kalendern — und jede Absage wird sofort neu vergeben. Genau hier setzt unsere Terminsuche an: Sie durchsucht die Kalender vieler Praxen gleichzeitig und findet solche kurzfristig frei gewordenen Termine. Weitere Wege zu einem früheren Termin zeigt der Artikel 12 Tipps für einen schnelleren MRT-Termin.

Und was Ihre Untersuchung selbst kostet — nämlich für gesetzlich Versicherte mit Überweisung in der Regel nichts — lesen Sie im Artikel MRT: Vorbereitung, Ablauf & Kosten.


Quellen & weiterführende Links

Dieser Überblick stützt sich auf Herstellerangaben, Marktforschungsberichte und die Preisschätzungen von Medizintechnik-Händlerportalen — Listenpreise veröffentlichen die Hersteller nicht.


Häufige Fragen zu Herstellern & Gerätepreisen

Kurze Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um MRT-Geräte und ihre Kosten.

Was kostet ein neues MRT-Gerät?

Ein neues 1,5-Tesla-System kostet schätzungsweise 600.000 bis 1,8 Millionen Euro, ein 3-Tesla-System 1,5 bis 3 Millionen Euro — je nach Ausstattung, Spulen und Softwarepaketen. Dazu kommen Umbau und Installation, die oft noch einmal 150.000 bis 500.000 Euro kosten. Offizielle Listenpreise veröffentlichen die Hersteller nicht; alle Angaben sind Schätzungen von Händlerportalen.

Wer ist der größte MRT-Hersteller der Welt?

Siemens Healthineers aus Erlangen ist Weltmarktführer, gefolgt von GE HealthCare (USA), Philips (Niederlande) und Canon Medical (Japan). Am schnellsten wächst der chinesische Anbieter United Imaging, der die etablierten Hersteller preislich um 30 bis 40 Prozent unterbietet.

Warum sind MRT-Geräte so teuer?

Das Herzstück ist ein supraleitender Magnet, der mit flüssigem Helium auf etwa minus 269 Grad Celsius gekühlt wird — eine aufwendige Präzisionstechnik. Dazu kommen empfindliche Empfangsspulen, leistungsstarke Rechner und Software sowie der Einbau: Der Untersuchungsraum braucht eine spezielle Funkabschirmung (Faraday-Käfig), und die tonnenschweren Geräte werden teils per Kran durch die Fassade gehoben.

Was kostet der Betrieb eines MRT-Geräts?

Deutlich mehr, als viele denken: Allein der Wartungsvertrag kostet 8 bis 15 Prozent des Kaufpreises pro Jahr, dazu kommen Strom, gegebenenfalls Helium-Nachfüllungen und Personal. Über zehn Jahre gerechnet macht der Kaufpreis oft weniger als ein Viertel der Gesamtkosten aus.

Was ist ein heliumfreies MRT?

Konventionelle MRT-Magnete werden mit bis zu 1.500 Litern flüssigem Helium gekühlt — einem knappen und teuren Rohstoff. Neue Magnettypen wie Philips BlueSeal oder GE Freelium sind versiegelt und kommen mit wenigen Litern aus, die nie nachgefüllt werden müssen. Für Praxen sinken damit Betriebskosten und Umbauaufwand; für die Untersuchung selbst ändert sich nichts.

Kann man ein MRT-Gerät gebraucht kaufen?

Ja — der Gebrauchtmarkt ist etabliert, die Ersparnis liegt typischerweise bei rund 30 Prozent gegenüber dem Neupreis. Alle großen Hersteller bieten werksaufbereitete Geräte mit Garantie an: Siemens „ecoline", GE „GoldSeal", Philips „Diamond Select" und Canon „second life". Gebrauchte Systeme laufen üblicherweise noch 5 bis 15 Jahre.

Spielt der Hersteller für mich als Patient eine Rolle?

Kaum. Für Ihre Untersuchung sind Bauform und Feldstärke wichtiger als der Markenname — etwa ob es ein offenes Gerät bei Platzangst sein soll oder ein 3-Tesla-System für besonders feine Details. Welche Gerätetypen es gibt, erklärt unser Artikel zu den MRT-Arten. Moderne Geräte aller Hersteller liefern bei gleicher Feldstärke vergleichbare Qualität.

Warum sind MRT-Termine so knapp, wenn die Untersuchung nur gut 100 Euro bringt?

Genau darin liegt der Zusammenhang: Die gesetzliche Krankenkasse vergütet einer Praxis für die meisten MRT-Untersuchungen nur rund 115 Euro (Selbstzahler zahlen nach der GOÄ meist 280 bis 600 Euro). Ein Millionen-Gerät rechnet sich damit nur bei sehr hoher Auslastung — viele Praxen scannen deshalb im Schichtbetrieb mit eng getakteten Kalendern. Die gute Nachricht: Abgesagte Termine werden sofort neu vergeben — die kostenlose Terminsuche von mrt-radar.de findet solche Lücken automatisch.
Kein Ersatz für ärztlichen Rat. Diese Seite erklärt die Technik- und Kostenseite von MRT-Geräten. Welche Untersuchung für Sie sinnvoll ist, klären Sie mit Ihrer behandelnden Praxis.

Schneller zum MRT-Termin

Millionen-Geräte, volle Kalender: Ein Suchlauf, viele Praxen - mrt-radar.de durchsucht MRT-Praxen in Sekunden nach freien Terminen. Kostenlos, ohne Anmeldung, und mit Benachrichtigung, sobald ein früherer Termin frei wird.